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Neugierig
 

Wissenswertes zur Freiwilligen Feuerwehr

  • Wer sind wir?
  • Was tun wir?
  • Neugierig geworden? Kontakt zur Feuerwehr vor Ort

 

Wer sind wir?

„Was, Sie machen das nicht hauptberuflich?“ Diese Frage hören Angehörige der Freiwilligen Feuerwehren immer wieder. Viele Menschen glauben, dass die Einsatzkräfte, die nach fünf bis zehn Minuten am Schadensort eintreffen, mit dieser Tätigkeit ihr tägliches Brot verdienen. Doch dem ist nicht so: Die meisten Feuerwehrangehörigen leisten ihren Dienst freiwillig und ehrenamtlich. So gibt es in Brandenburg neben „nur“ 5 Berufsfeuerwehren, „stattliche“ 1.825 örtliche Freiwillige Feuerwehreinheiten (Ortswehren).

Struktur der Feuerwehr

Gemäß des Gesetzes über den Brandschutz, die Hilfeleistung und den Katastrophenschutz des Landes Brandenburg (Brandenburgisches Brand- und Katastrophenschutzgesetz - BbgBKG) unterhalten die amtsfreien Gemeinden, die Ämter, die kreisfreien Städte und die Landkreise bei Brandgefahren, bei anderen Gefahren in Not- und Unglücksfällen und bei Großschadensereignissen sowie bei Katastrophen eine den örtlichen Verhältnissen entsprechende leistungsfähige Feuerwehr.

Die amtsfreien Gemeinden, die Ämter, die kreisfreien Städte und die Landkreise üben diese Aufgaben als Pflichtaufgaben zur Erfüllung nach Weisung und als Sonderordnungsbehörde aus.

Das Land sorgt für die notwendigen zentralen Ausbildungen. Mit der Unterhaltung Landesschule und Technischen Einrichtung für Brand- und Katastrophenschutz (LSTE) als nachgeordnete Einrichtung des Ministerium des Innern trägt das Land zur Verbesserung des Brandschutzes bei.

Im Land Brandenburg wird der Brand- und Katastrophenschutz flächendeckend fast ausschließlich mit ehrenamtlichen Angehörigen der Feuerwehren sowie Helfern des Katastrophenschutzes gewährleistet.

Oberster Dienstherr der Wehr ist der/die (Ober-)Bürgermeister/in der Gemeinde, der Stadt oder der/die Amtsdirektor/in des Amtes. Die Wehrleitung ist für die Organisation, Ausbildung und die Einsatzbereitschaft der Wehr verantwortlich.

Vereinbarkeit mit Beruf & Familie

Der Dienst bei der Feuerwehr kann von jeder Person, die das 16. Lebensjahr vollendet hat, geleistet werden und endet mit dem 65. Lebensjahr. Eine gesetzliche Altersuntergrenze für die Mitwirkung bei einer Jugendfeuerwehr existiert nicht. Jugendliche vom 8. bis 16. Lebensjahr können bereits in einer Jugendfeuerwehr auf den aktiven Dienst vorbereitet werden. In Brandenburg gibt es bereits auch Kinderfeuerwehren, wo Kinder ab 5 Jahre aufgenommen werden, die dann später ihre Feuerwehrbegeisterung in der Jugendfeuerwehr fortsetzen.

Soweit nicht anders bestimmt, ist der Feuerwehrdienst freiwillig und ehrenamtlich: Alle Mitglieder der Wehr leisten also unbezahlten Dienst an ihren Mitmenschen. Und zwar Tag und Nacht, sowohl während ihrer Arbeitszeit als auch in der Freizeit – verbunden mit allen Herausforderungen und Schwierigkeiten, die dies mit sich bringt.

Unter dem Motto „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ leisten Feuerwehrdienstleistende Ausbildungsveranstaltungen und Sicherheitswachen – und natürlich den Einsatzdienst selbst. Hierfür müssen sie von ihrem jeweiligen Arbeitgeber freigestellt werden, der wiederum kann den Verdienstausfall bei der Kommune geltend machen.

Trennung Aktive Feuerwehr & Verein

Genau genommen besteht eine Freiwillige Feuerwehr in Brandenburg in der Regel aus zwei Teilen. Einerseits ist sie als sogenannte „gemeindliche Einrichtung“ als Organ der Gemeinde tätig. Andererseits wird die Bezeichnung „Freiwillige Feuerwehr“ auch für den Feuerwehrverein genutzt. Dieser ist in der Regel ein eingetragener und als gemeinnützig anerkannter Verein mit gewählter Vorstandschaft und Mitgliedern und stellt den Großteil der aktiven Mannschaft der gemeindlichen Einrichtung Feuerwehr. Unter anderem finanziert er auch feuerwehrtechnische Zusatzausstattungen der aktiven Wehr, deren Kosten von den Kommunen aufgrund knapper Kassenlage nicht übernommen werden können. So unterstützen die Feuerwehrvereine ihre Kommunen beispielsweise bei der Beschaffung von persönlicher Schutzausrüstung oder durch Eigenleistungen auf unterschiedlichste Art. Auch die Brandschutzerziehung kann vom Verein übernommen werden.

Natürlich fördert der Feuerwehrverein die Kameradschaft seiner Mitglieder auch durch Veranstaltungen und Aktivitäten. In vielen Gemeinden erfüllt er zudem eine wichtige soziale Komponente: Er organisiert die Osterfeuer, Jubiläumsveranstaltungen oder sichert Festumzüge ab.

 

Was tun wir?

Die Hauptaufgaben der Freiwilligen Feuerwehr lassen sich in 4 Bereiche einteilen: Retten, Löschen, Bergen und Schützen

Retten

Die Rettung von Mensch und Tier aus Zwangslagen ist unsere wichtigste Aufgabe. Egal ob bei schweren Verkehrs- und Betriebsunfällen oder bei Bränden und Unwettern – die Freiwilligen Feuerwehren in ganz Brandenburg sind stets Garant für schnelle und professionelle Hilfe. So werden z. B. jährlich auf brandenburgischen Straßen über 2.500 Personen nach Verkehrsunfällen mit hydraulischen Rettungsgeräten aus verunfallten Fahrzeugen befreit. Hierfür sind wir bestens ausgebildet und je nach Größe der Kommune speziell dazu ausgerüstet, hoch motiviert und stets einsatzbereit für Mensch und Tier in Notlagen.

Löschen

Brände löschen gehört zu den ursprünglichsten Aufgaben der Feuerwehr. Vom Kleinbrand eines Papiercontainers über den Dachstuhlbrand von Wohn- und Geschäftshäusern bis hin zu Bränden in Industrieanlagen und Waldbränden sind die Feuerwehren heute gefordert. Längst löscht man nicht mehr nur mit Wasser, sondern setzt z. B. auch Schaum, Pulver oder Kohlendioxid ein, um erfolgreich des Feuers Herr zu werden. Dazu bedienen wir uns modernster Technik und Ausrüstung.

Bergen

Vor allem die Bergung von Sachwerten ist einer der weiteren Aufgabenschwerpunkte, denen sich die Feuerwehr heutzutage widmen muss. Ob es sich dabei um verunfallte Fahrzeuge, leck geschlagene Tanks oder auslaufende Gefahrgutstoffe handelt: Die Feuerwehr kommt immer dann zum Einsatz, wenn Gefahr im Verzug und schnelle Hilfe gefordert ist.

Schützen

Die Feuerwehr wird neben den aktiven abwehrenden Maßnahmen – wie z. B. bei Hochwasser – auch vorbeugend tätig und sorgt somit dafür, dass Schaden vermieden wird. Hierzu zählen auch die Aufklärung und die Brandschutzerziehung unserer Kinder, die Beratung von Architekten und Bauherren sowie Sicherheitswachen bei Großveranstaltungen, Theateraufführungen und anderen Events.

Aufgabenbereiche innerhalb der Wehr

In den Freiwilligen Feuerwehren gibt es zahlreiche Aufgabengebiete, die jeweils von speziell geschultem Personal übernommen werden. So kümmert sich der Jugendfeuerwehrwart um den Nachwuchs, der Gerätewart um die Wartung und Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge und Gerätschaften und die Ausbilder um alle feuerwehrrelevanten Themen. Darüber hinaus können spezielle Lehrgänge an den Feuerwehrschulen besucht und Führerscheine für Fahrzeuge und Boote absolviert werden. Kurzum – die Arbeit in der Feuerwehr bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten sein Können und Talent einzusetzen.

 

Neugierig geworden?

Wir freuen uns über Ihr Interesse. Gerne wird Ihnen Ihre örtliche Feuerwehr Fragen zu Aufgabengebieten, Mitgliedschaft, Ausrüstung und weiteren Themen beantworten.

Wie erreichen Sie uns?

Um den Kontakt zu Ihrer Freiwilligen Feuerwehr vor Ort aufzunehmen, nutzen Sie bitte eine der folgenden Möglichkeiten:

  1. Viele Jugendfeuerwehren und Feuerwehren haben eigene Homepages auf denen sie über ihre Aufgaben informieren und Angaben zur Kontaktaufnahme machen. Ist dies in Ihrer Heimatgemeinde bzw. -stadt nicht der Fall, können Sie sich zumindest über den Internetauftritt des Kreisfeuerwehrverbandes Dahme-Spreewald e. V. (KFV LDS) oder der Kreisjugendfeuerwehr (KJF LDS) informieren. Eine Link-Liste finden Sie hier:

http://www.feuerwehr-mach-mit.de/links

  1. Informieren Sie sich am Gerätehaus Ihrer örtlichen Feuerwehr über Ihre Ansprechpartner und deren Erreichbarkeit.
  2. Kontaktieren Sie Ihre Stadt-, Amts- bzw. Gemeindeverwaltung, die Ihnen gerne die Kontaktdaten Ihres Ansprechpartners bei der Freiwilligen Feuerwehr vermittelt.

Weitere Informationen zur Arbeit der Feuerwehren im Land Brandenburg ist aus dem Brand- und Katastrophenschutzbericht 2012 zu entnehmen.